Antrag auf Sachstandsbericht für die Sitzung des Ausschusses für Soziales, Senioren und
Inklusion am 25.03.2026 – Status der Gespräche zum Thema „Drogenhilfezentrum“ / „Drogenkonsumraum“ in Paderborn
Sehr geehrter Herr Erkurt,
in der Sitzung des Kreistages Paderborn am 07.07.2025 wurde mit dem folgenden
Beschlussantrag der Auftrag erteilt:
„Der Landrat des Kreises Paderborn wird beauftragt, mit den Verantwortlichen der Stadt
Paderborn, insbesondere mit dem Bürgermeister, Gespräche über die Situation
suchtmittelabhängiger Menschen im Stadt- und Kreisgebiet zu führen. Ziel dieser Gespräche soll
sein, gemeinsam mit den bestehenden Trägern der Suchtkrankenhilfe ein Konzept für ein
Drogenhilfezentrum zu entwickeln, das an geeigneter Stelle (bzw. an geeigneten Stellen) etabliert
und perspektivisch weiterentwickelt werden kann. Dabei sollen auch Überlegungen zu einem
Drogenkonsumraum, der in Paderborn seit Jahren diskutiert wird, ausdrücklich einbezogen
werden. …“
Vor diesem Hintergrund sowie der Tatsache, dass dieses Thema schon längere Zeit auch
Verwaltung und Politik in der Stadt Paderborn beschäftigt, bittet die FDP/Volt/FBI-Fraktion um
einen Sachstandsbericht zu folgenden Punkten:
1. Wurden die Gespräche schon aufgenommen?
2. Mit welchen Akteuren (insbesondere Kreis Paderborn, Träger der Suchtkrankenhilfe, KIM,
Caritas, Polizei, LWL-Klinik, Gesundheitsamt, überörtliche Einrichtungen, Fördermittelgeber)
haben seit den Neuwahlen Gespräche stattgefunden und welche Ergebnisse haben
diese jeweils erbracht?
3. Welche Ergebnisse oder Zwischenergebnisse konnten aus diesen Gesprächen bisher erzielt
werden?
4. Gibt es Seitens des Verwaltung bereits erste konzeptionelle Überlegungen zum Aufbau
eines Drogenhilfezentrums oder eines Drogenkonsumraums in Paderborn (z. B. hinsichtlich
Standort, Trägerschaft, Kooperationen, Finanzierung)?
5. Welche offenen Fragen zur Finanzierung (z.B. Personal, Sachkosten, mögliche Landes-,
Bundes- oder EU-Förderungen) bestehen noch und welche Fördermöglichkeiten wurden
bereits konkret geprüft oder beantragt?
6. Welche konzeptionellen Überlegungen liegen derzeit zur Ausgestaltung eines möglichen
Drogenkonsumraums bzw. Drogenhilfezentrums vor (z.B. Öffnungszeiten,
Angebotsumfang, Einbindung in die bestehende Drogenhilfe- Struktur)?
7. In welcher Form ist vorgesehen, den Ausschuss für Soziales, Senioren und Inklusion der
Stadt Paderborn sowie den Sozial- und Gesundheitsausschuss des Kreises Paderborn
künftig in die weiteren Planungen und Entscheidungen einzubinden (z.B. gemeinsame
Sitzungen, regelmäßige Sachstandsberichte)?
8. In welchem zeitlichen Rahmen ist mit weiteren Ergebnissen oder einer konkreten
Beschlussvorlage zu rechnen?
Es wird um mündliche und, soweit möglich, schriftliche Beantwortung durch die Verwaltung in
der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Senioren und Inklusion am 25.03.2026 gebeten.

